
Der Ostsee-Sommer meint es nicht immer gut mit uns: Tagelang liegt das Wasser spiegelglatt, und viele stehen frustriert am Strand und warten auf Wind, der nicht kommt. Muss aber nicht sein. Mit dem richtigen Material und ein paar Tricks holst Du auch aus wenig Wind noch einen richtig guten Tag heraus, und an manchen brauchst Du gar keinen. Wir zeigen Dir, was geht.
Erst mal: großes Material
Der einfachste Hebel ist mehr Fläche. Ein großer Kite mit vierzehn bis siebzehn Quadratmetern, ein großer Wing oder ein großes Segel fangen jeden Hauch ein und bringen Dich ins Gleiten, wenn kleineres Material längst am Wasser klebt. Wichtig ist nur, ehrlich zu bleiben: Ab einem gewissen Punkt ist einfach zu wenig da, und dann helfen auch die größten Quadratmeter nicht mehr. Genau dann kommt der nächste Trick.
Foilen ist der eigentliche Leichtwind-Trick

Wer regelmäßig an schwachen Tagen raus will, kommt am Foil nicht vorbei. Ein Tragflügel hebt Dich schon bei Windstärken aus dem Wasser, bei denen früher nichts mehr ging, weil er den Widerstand des Boards fast auf null bringt. Ob Kitefoilen, Wingfoilen oder Windsurffoilen: Alle drei brauchen deutlich weniger Wind als ihre klassischen Geschwister. Wie sich das anfühlt, liest Du unter Foilen lernen, und welches Foil bei wenig Wind früh trägt, zeigt die Frontwing-Übersicht (großes Frontwing = früher Lift).
Und wenn gar kein Wind geht?

Dann kommt das windunabhängige Programm, und das ist mehr, als man denkt. Am naheliegendsten ist das Stand-Up-Paddling: Bei spiegelglattem Wasser gleitest Du entspannt über die Ostsee, ideal auch für die ganze Familie. Wer es sportlicher mag, steigt aufs SUP-Foilen um und reitet mit Paddelschwung die kleinste Dünung ab, oder aufs Pumpfoilen, wo Dich allein Deine eigene Bewegung übers Wasser trägt, ganz ohne Wind und Segel. So wird der flaute-Tag plötzlich zum Trainingstag. Ob überhaupt und was heute läuft, sagt Dir vorher unser Wind-Check.
Leichtwind ist also kein verlorener Tag, sondern eine Einladung: großes Material rausholen, endlich das Foilen üben oder aufs windunabhängige SUP und Pumpfoil umsteigen. Wirf einen Blick auf die Vorhersage, pack das passende Brett ein, und genieß das ruhige Wasser, während die anderen noch am Strand auf Wind warten.
















