
Das Trapez ist das Teil, das beim Kiten den Zug von Deinen Armen nimmt und auf den Körper überträgt. Ohne hättest Du nach fünf Minuten lahme Arme. Beim Kauf stehst Du vor der Frage: Hüfttrapez oder Sitztrapez? Beide haben ihre Fans, und welches passt, hängt von Dir und Deinem Fahrstil ab.
Was das Trapez überhaupt macht

Kurz zur Funktion: In den Haken vorn am Trapez hängst Du den sogenannten Chickenloop der Bar ein. So zieht der Kite nicht mehr an Deinen Armen, sondern an Deiner Hüfte oder Deinem Becken. Deine Hände steuern dann nur noch, statt die ganze Kraft zu halten. Welches Trapez diesen Zug aufnimmt, ist Geschmackssache und vor allem eine Frage des Komforts.
Das Hüfttrapez, der bewegliche Allrounder
Das Hüfttrapez sitzt um die Taille und ist die mit Abstand verbreitetste Variante. Es gibt Dir viel Bewegungsfreiheit, was vor allem für Sprünge und Freestyle wichtig ist. Der einzige Haken: Bei manchen Leuten rutscht es unter Zug nach oben, gute Modelle mit festem Rückenteil verhindern das. Für die meisten Kiter und für fast alles, was Du an der Ostsee vorhast, ist das Hüfttrapez die richtige Wahl.
Das Sitztrapez, der bequeme Halt

Das Sitztrapez hat zusätzlich Beinschlaufen, sitzt also tiefer am Becken und kann nicht hochrutschen. Das gibt enormen Halt und entlastet den Rücken, gerade bei viel Zug und an Leichtwindtagen. Viele Einsteiger und alle, die einfach entspannt cruisen wollen, lieben es dafür. Der Preis ist etwas weniger Bewegungsfreiheit, für Tricks ist es deshalb weniger beliebt. Fürs Lernen ist es aber eine sehr angenehme Wahl.
Hüft- oder Sitztrapez ist keine Frage von richtig oder falsch, sondern von Komfort und Fahrstil. Willst Du springen und beweglich sein, nimm das Hüfttrapez. Suchst Du bequemen Halt fürs Cruisen und Lernen, ist das Sitztrapez fein. Am besten probierst Du beide einmal aus, viele Schulen und Verleihstationen am Spot lassen Dich Trapeze vor dem Kauf testen.
